Worauf du achten solltest
Bei der Beschäftigung mit Themen rund um die mentale Gesundheit auf Social Media solltest du aber in besonderer Weise auf dich Acht geben. Soziale Medien können noch zusätzlich Druck und Unzufriedenheit auslösen oder verstärken. Das passiert, wenn man sich immer wieder mit demselben Thema beschäftigt: Irgendwann geht es einem gar nicht mehr aus dem Kopf. Die Algorithmen sozialer Medien verstärken diesen Effekt, indem sie dir ständig neue Inhalte vorschlagen, von denen sie glauben, dass sie zu deinen Interessen passen. Sie unterscheiden dabei nicht, ob diese Inhalte korrekt sind und dir guttun. Wenn du zum Beispiel häufig traurige Quotes likest, werden dir solche Inhalte immer wieder angezeigt. Auch die intensive Beschäftigung mit einer psychischen Erkrankung kann dafür sorgen, dass du häufiger mit dem Thema konfrontiert wirst. Vielleicht denkst du dabei: Ich glaube, das hab ich auch! Aber Vorsicht, Einschätzungen von Betroffenen sind medizinisch gesehen nicht zwangsläufig korrekt und es kursieren auch Fehlinformationen über psychische Erkrankungen im Netz. Soziale Medien ersetzen also niemals die Diagnose oder Behandlung von Expertinnen und Experten.4