
Medienbegleitung
TikTok & Datenschutz
TikTok sammelt viele Daten – auch von Kindern. Was Eltern über Tracking, Profilbildung und Sicherheit wissen sollten. Plus fünf Tipps für mehr Datenschutz.

Medienbegleitung
TikTok sammelt viele Daten – auch von Kindern. Was Eltern über Tracking, Profilbildung und Sicherheit wissen sollten. Plus fünf Tipps für mehr Datenschutz.
TikTok begeistert Millionen junge Nutzende weltweit – darunter viele Kinder und Jugendliche. Sie verbringen täglich Stunden mit den kurzen, unterhaltsamen Clips auf der Plattform. Doch während die Videos oft harmlos wirken, sammelt die Social-Media-App im Hintergrund zahlreiche Daten – in einem Ausmaß, der viele Eltern überraschen wird. Dieser Artikel zeigt, welche Informationen TikTok tatsächlich sammelt, warum das problematisch sein kann – und vor allem, wie Sie Ihr Kind konkret davor schützen können.1
TikTok speichert nicht nur offensichtliche Informationen wie Namen oder E-Mail-Adressen. Die App greift auf eine Vielzahl technischer und persönlicher Daten zu – teils auch dann, wenn bestimmte Funktionen gar nicht aktiv genutzt werden. Dazu gehören:2
Warum ist das problematisch?
Weil TikTok daraus ein sehr genaues Nutzerprofil erstellt und Inhalte gezielt so auswählt, dass sie möglichst lange fesseln. Die gesammelten Daten führen zu einer Beeinflussung des Nutzungsverhaltens – meist, ohne dass Kinder dies bemerken.
Eltern können viel tun, um den Datenschutz ihrer Kinder zu verbessern – ganz ohne TikTok-Expertise. Hier sind fünf praxiserprobte Tipps:3
In der EU gilt: Obwohl TikTok ab 13 Jahren ist, dürfen Jugendliche unter 16 Jahren TikTok nur mit Zustimmung der Eltern nutzen.5 Die Altersverifikation lässt sich jedoch leicht umgehen. TikTok wurde bereits mehrfach für Datenschutzverstöße zu Strafzahlungen verpflichtet.6
TikTok ist kreativ, unterhaltsam und datentechnisch bedenklich. Eltern müssen keine Digitalexpertinnen und Digitalexperten sein, um ihre Kinder zu schützen. Wer gezielt Einstellungen prüft, Berechtigungen einschränkt und offen über Datenschutz spricht, stärkt Medienkompetenz und Selbstschutz gleichermaßen. Denn Datenschutz ist nicht nur Technik – sondern vor allem auch Bildung.