Kristina Strassburger, Content-Creatorin von BARMER Durchblickt, blickt lächelnd in die Kamera; das Porträt steht vor einem grünen grafischen Hintergrund mit Video-Symbol. DGK_Blogs_Content-Creators_Covers_Kristina.jpg

Medienbegleitung

Nacktbilder mit KI: Wie schütze ich mein Kind?

04. Juli 2025

Ein öffentliches Foto reicht, damit KI täuschend echte Nacktbilder erstellt. Eltern schützen ihre Kinder durch achtsame Mediennutzung: sorgfältig überlegen, welche Fotos geteilt werden, und im Ernstfall richtig handeln – nicht speichern, sofort melden.

 

Ein einziges öffentliches Bild reicht, damit daraus per KI ein täuschend echtes Nacktfoto gemacht werden kann. Diese sogenannten Deepfakes sind eine Form digitaler sexualisierter Gewalt. Sie wirken real – und können Kinder und ihre Familien zutiefst traumatisieren. Wenn Sie so ein Bild entdecken, handeln Sie sofort. 
 
So handeln Sie richtig:
Speichern Sie das Material nicht, fertigen Sie keine Screenshots an und leiten Sie es nicht weiter – dies kann strafbar sein. 

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Deepfakes mit Kinderfotos: So schützen Eltern ihre Kinder

Transkript zum Video

Zwischenüberschriften und Sprecherbezeichnungen wurden zur besseren Orientierung redaktionell ergänzt.
Dieses Transkript wurde mithilfe von KI erstellt und kann vereinzelt Ungenauigkeiten enthalten.

Wie harmlose Kinderfotos zu Deepfakes werden

Kristina Straßburger

Ihr Kind beim Skifahren: Eingemummelt, nur das lachende Gesicht zu sehen. Sie posten das Bild. Vielleicht für Oma. Doch: Ihr Profil ist öffentlich. Und genau aus diesem harmlosen Bild kann eine künstliche Intelligenz ein täuschend echtes Nacktfoto machen.

Hi, ich bin Kristina Straßburger, Kriminologin, und ja: Täterinnen und Täter nutzen öffentlich zugängliche Kinderfotos, füttern KI-Tools damit und erzeugen sogenannte Deepfakes. Real wirkende, sexualisierte Bilder und Videos. Das ist digitale sexualisierte Gewalt.

 

 

Vier Tipps zum Schutz von Kindern

Kristina Straßburger

Wie können Eltern vorbeugen?

Erstens: Am besten posten weder Sie noch Ihre Kinder selbst Kinderfotos. Denn Kinder lernen an Ihrem Beispiel.

Zweitens: Stellen Sie Ihre und alle Profile des Kindes auf privat und prüfen Sie weitere Kinderschutzmechanismen der jeweiligen Plattformen.

Drittens: Interessieren Sie sich aufrichtig für die Online-Lebenswelten Ihrer Kinder, sodass Sie es sicher begleiten können und Risiken erkennen.

Viertens: Drohen Sie niemals mit Handyverbot, ansonsten wird es Ihrem Kind sehr schwerfallen, sich anzuvertrauen.

Schnell reagieren und Schuldzuweisungen vermeiden

Kristina Straßburger

Digitale Gewalt beginnt oft leise, mit einem scheinbar harmlosen Bild. Aber: Wir können Kinder schützen. Mit Wissen, Vertrauen und schnellen Reaktionen.

Wenn so ein Bild auftaucht: Ihr Kind ist niemals schuld. Was Sie tun können, lesen Sie im Begleittext.

Falls Sie im Internet darüber gestolpert sind, können Sie stattdessen den Link zur Fundstelle kopieren und bei einer offiziellen Meldestelle oder der Polizei (z. B. jugendschutz.net, internet-beschwerdestelle.de) melden. 
Falls Sie es über eine private Chatgruppe im Messenger zugespielt bekommen haben: gehen Sie mit dem Gerät zur Polizei, erstatten Sie Anzeige und befolgen Sie die Empfehlungen der Polizei. Häufig bieten die Apps auch selbst Möglichkeiten, die Inhalte zu melden. Bei Unsicherheiten oder emotionaler Belastung: wenden Sie sich an Beratungsstellen (z.B. Hilfetelefon Sexueller Missbrauch).


Auch ohne den Einsatz von KI waren Kinderfotos im Netz nie unproblematisch. Denn: Kinder haben das Recht, ohne digitalen Fußabdruck aufzuwachsen. Wer heute für sein Kind Inhalte postet, entscheidet über dessen Privatsphäre – ohne zu wissen, ob das Kind das später jemals will oder welche realen Konsequenzen hieraus entstehen können. Außerdem: Jedes Foto liefert Kontextinformationen (z. B. durch Kleidung, Hintergrund oder Postingfrequenz), die Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort und Interessen der Kinder zulassen. So teilen Sie oder Ihr Kind Informationen, welche online sowie offline ein Einfallstor für Täterinnen und Täter darstellen können. Schützen Sie die Privatsphäre Ihrer Kinder bewusst. Überlegen Sie sorgfältig, ob Sie wirklich Kinderfotos im Netz oder Gruppenchats teilen müssen.  Denn ihr eigenes achtsames Medienverhalten ist der erste und wirksamste Schritt, um Ihre Kinder zu schützen.


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